Direkt zum Hauptbereich

Posts

Es werden Posts vom Juni, 2016 angezeigt.

VER.dichtung

ZEIT.geschehen

„Dressing for success“

Anfang des Monats wurde im Theater Chur das Stück „Falsche Welt, dir trau ich nicht!“ aufgeführt. Der Titel ist an Johann Sebastians Bachs Kantate (BWV 52) angelehnt. In dieser Interpretation des Regisseurs Peter Konwitschny werden drei Lebensstationen einer Frau gezeigt. 
Das erste Bild zeigt die Frau als das ausschließlich konsumorientierte, pubertierende Mädchen. Im zweiten Aufzug hingegen ist sie eine fach- wie sachkundige, dem Hedonismus zugewandte Prostituierte, die recht ungezwungen ihrer Vorliebe für teuere Mode nachgeht und im dritten Teil der Aufführung, von Demenz gezeichnet, befindet sie sich in einem Pflegeheim.
Fragt man sich nun was das alles mit einer Bach Kantate zu tun haben könnte, so scheint das Anliegen Peter Konwitschnys wohl zu sein, daß hier, wie in Bachs Kantate, auf die Sünden der Welt verwiesen wird, ihre Verlogenheit, wie auch der Trost der Menschen einzig in der Hoffnung auf das erlösende Jenseits zu finden ist.

Nun schrieb J.S. Bach sei…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»

VER.dichtung