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Es werden Posts vom Oktober, 2016 angezeigt.

VER.dichtung

Ephemere

Die Anwesenheit des Abwesenden

Wenn der Wind in wellenhaften, sanften Böen von Süden kommend, nach  sehnsüchtiger Ferne riechend, Meer und Salz  in sich tragend, abbiegt und in mein kleines Tal fährt, frisch und dennoch nicht kalt, sich unter meinem Rock fängt, den Saum ein wenig hebt, keck und ungefragt, meine Innenschenkel streichelt, dreist wie die Hände eines Unbekannten, große, weiche Hände voll zupackender Kühle, wenn all diese Empfindungen sich einstellen, stehe ich in meinem Garten, die harten, blank weißen Steinplatten unter meinen Füßen und bin voll gespannter Unruhe, wann der nächste Luftstrom wieder eintreffen wird, um in mir die immer wiederkehrende Lust nach Weite, Aufbruch und den Blick auf´s Meer neu zu wecken.

Mein sanft, cremig schimmernder Seidenslip reagiert da noch einmal anders; er, der das Bein mit einem Volant umspielt, touchiert bei jedem Schritt genau jene Stelle, an welcher sich die Wölbung des Po in den Schenkel einfügt, dort, wo zärtliche Berührungen mit nur…

«J'appelle Ange, celui qui porte la Lumière.»